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Kundgebung der ver.di Tarifinitiative Fridericus "TV-L für Alle" …

Tarifinitiative Fridericus
17.08.2019, 16:00Potsdam, Luisenplatz

Kundgebung der ver.di Tarifinitiative Fridericus "TV-L für Alle"

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Kein Mensch taugt ohne Freude. ver.di Kein Mensch taugt ohne Freude.  – Tarifinitiative Fridericus


Berlins und Brandenburgs Schlösser und Gärten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, ziehen jedes Jahr mehrere Millionen Besucher an. Sanssouci sowie viele andere Baudenkmäler und Parks in Potsdam und die Schlösser in Berlin-Charlottenburg, Rheinsberg und Oranienburg gehören dazu.

Doch hinter der geschichtsträchtigen Fassade verbirgt sich auch ein Terrain prekärer Arbeit, hervorgerufen durch die Ausgründung der Fridericus Servicegesellschaft aus der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten vor 13 Jahren. Die öffentlich-rechtliche Stiftung wird von den Ländern Brandenburg und Berlin und vom Bund finanziert.

Mit dieser Ausgründung begann ein Kapitel der Tarifflucht und von Arbeitsverhältnissen im Niedriglohnbereich. Bei Fridericus arbeiten 650 Beschäftigte, etwa 150 von ihnen sind Saisonkräfte.

Seit der Ausgliederung der Fridericus Servicegesellschaft aus der Stiftung im Jahr 2006 werden fast alle Beschäftigten bei Fridericus nicht mehr nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) bezahlt, sondern gerade mal knapp oberhalb des (bundesweit) geltenden Mindestlohns. Sie arbeiten zu deutlich schlechteren Bedingungen: Viele Teilzeitverträge mit geringer Stundenanzahl, viele Befristungen, niedrigere Stundenlöhne und Zuschläge und ein geringerer Urlaubsanspruch, als im TV-L für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes vorgesehen ist (für die Angestellten der Schlösserstiftung selbst gilt der TV-L).

Da sie diese Ungerechtigkeit nicht länger dulden wollen, haben sich Kolleginnen und Kollegen der betroffenen Bereiche bei Fridericus bei ver.di gewerkschaftlich organisiert und vor dem Sommer eine Tarifkommission gebildet, die die Arbeitgeberseite zu Tarifverhandlungen aufgefordert hat. Ziel: Anerkennung des Tarifvertrags der Länder (TV-L) für die nichttarifgebundenen Beschäftigten, in einem ersten Schritt eine deutliche Verbessrungen der Arbeitsbedingungen.

Am kommenden Freitag und Samstag (16./17. August) werden wieder Tausende Menschen zur Potsdamer Schlössernacht strömen. Das nimmt ver.di zum Anlass, eine Kundgebung am Sonnabend, 17.August, durchzuführen.

Die Öffentlichkeit und die Besucher eines solchen "Events" sollen auf die Situation der Beschäftigten hingewiesen werden. Und gleichzeitig soll ein Zeichen gesetzt werden für die Verhandlung mit der Geschäftsführung (am 22.08.).

Das, was bei Fridericus mit der Ausgründung praktiziert wurde, ist nichts Neues für die Kolleg*innen, die sich seit einigen Jahren im Gewerkschaftlichen Aktionsausschuss  Berlin "Keine prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche" in Landesverantwortung (GA) engagieren oder diesen unterstützen. In vielen Fällen mit wichtigen Erfolgen der Rückeroberung des Flächentarifvertrages und/oder der Rückführung der Tochtergesellschaft in die "Mutter" (Botanischer Garten Berlin, T&M im Technikmuseum Berlin, Therapeut*innen Charité/Vivantes, um nur einige zu nennen).

Es ist uns deshalb eine Verpflichtung, den gewerkschaftlichen Kampf der Kolleg*innen der Fridericus Servicegesellschaft zu unterstützen.

Konkret: Wenn es Dir/Euch zeitlich möglich ist, kommt zur

  • Kundgebung der ver.di Tarifinitiative Fridericus "TV-L für Alle" anläßlich der Potsdamer Schlössernacht am Sonnabend, 17. August, ab 16 Uhr
  • in Potsdam, Luisenplatz (am Brandenburger Tor), in der Nähe der "Allee nach Sanssouci")

Machen wir - einmal mehr - Solidarität erfahrbar! Kommt vorbei!

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