Das Projekt "Rat der Unverzichtbaren"

    im Bezirk Potsdam-Nordwestbrandenburg

    Die Corona-Pandemie hat ein Schlaglicht auf die zentrale Rolle der Beschäftigten in der Grundversorgung geworfen: Die Beschäftigten in der Pflege, den Sozial- und Erziehungsdiensten, der Ver- und Entsorgung, im Handel, im Verkehr und in der Verwaltung halten „den Laden am laufen“, sind systemrelevant und unverzichtbar.

    Die Kampagne der ver.di in der TVÖD-Kampagne 2020 und im ÖPNV 2020 hat diese Erzählung in Slogans und Ansprache aufgenommen – mit Erfolg: Statt eines Mobilisierungsdesasters durch die Pandemie waren die Streiks und Mobilsierungen kraftvoll. Das lag nicht nur, aber auch an der politischen Grundanlage der Kampagne, die stark auf die Kluft zwischen der zentralen gesellschaftlichen Rolle der genannten Beschäftigtengruppen und ihrer Entlohnung und allgemeinen Wertschätzung abhob.

    Das Projekt „Rat der Unverzichtbaren“ zielt darauf ab, diesen Erfolg fortzuschreiben und den Interessen der betreffenden Beschäftigten auch außerhalb der Tarifrunden eine Stimme innerhalb der politischen Diskussion zu geben. Dadurch soll die öffentliche Meinung mobilisiert werden um Druck auf die politischen Entscheidungsträger aufzubauen, im Sinne der Beschäftigten zu entscheiden. Dadurch soll ver.di längerfristig zu einem politischen Faktor im Land Brandenburg aufgebaut werden.

    Was soll der "Rat der Unverzichtbaren" sein?

    Kurz: Ein Sprechergremium aus Beschäftigten der systemrelevanten Bereiche, die gemeinsam und gebündelt Forderungen in den politischen Raum tragen. Nicht ver.di redet für und stellvertretend für die Beschäftigten. Sondern die Beschäftigten selber treten hervor, unterstützt von ihrer Gewerkschaft, die für die Kampagne die Infrastruktur stellt. Die Selbsttätigkeit der Betroffenen, die Verbindung der Erzählung der mangelnden Wertschätzung der Unverzichtbaren mit realen Personen gibt der Kampagne die öffentliche Durchschlagskraft.

    ver.di Kampagnen