Gesundheit und Soziales

    ver.di fordert neues Tarifangebot

    Asklepios Fachkliniken Brandenburg

    ver.di fordert neues Tarifangebot

    Gute Streikbeteiligung an bislang acht Streiktagen! Weitere Streiktage sind jetzt erforderlich!
    Warnstreik bei den Asklepios Fachkliniken Brandenburg am 30.08.2021 in Brandenburg an der Havel ver.di Gute Streikbeteiligung an bislang acht Streiktagen! Weitere Streiktage sind jetzt erforderlich!



    Die ver.di-Tarifkommission fordert mit Schreiben vom 8. September 2021 von der Geschäftsführung der Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH wiederholt die Vorlage eines verbesserten Tarifangebots.



    Der Verhandlungsführer von Asklepios hat den Vorschlag der ver.di-Tarifkommission, die Gehälter in zwei Schritten um 16 Prozent zu erhöhen (siehe ver.di-Tarifinformation Nr. 8), als „nicht ernst gemeint“ abgelehnt. Gleichwohl hatte die Klinik-Geschäftsführung per E-Mail am 27. Juni 2021 und gegenüber der Presse mehrfach verkündet, dass am 22. Juni 2021 von Asklepios bis zu 16 % Gehaltserhöhungen angeboten wurden.



    Weil sich die Arbeitgeberseite seit dem 22. Juni 2021 nicht bewegt hat und kein neues Tarifangebot vorlegt, hat die ver.di-Tarifkommission vier weitere Streiktage von Dienstag dem 21.09. 2021 um 6 Uhr durchgehend bis zum Freitag, dem 24.09.2021 um 22 Uhr beschlossen. Zu diesen vier Streiktagen wird mit einem gesonderten ver.di-Streikaufruf aufgerufen. Auch der Nachtdienst ist vom Warnstreik erfasst.



    Bei den zurückliegenden acht Streiktagen hatte die Gewerkschaft ver.di die Absicherung von Notdiensten im Umfang von rund 230 Beschäftigten (gemeinsam im Früh- und Spätdienst an allen drei Standorten) einseitig zugesagt und die Zusage einseitig eingehalten. Der Nachtdienst mit rund 70 Beschäftigten war bei den zurückliegenden acht Streiktagen vom Warnstreik noch ausgenommen.



    Der Verzicht auf das Streikrecht durch die Absicherung von Notdiensten wurde von Asklepios nicht anerkannt. Asklepios war nicht bereit, ein neues Tarifangebot vorzulegen.



    Die ver.di-Tarifkommission hat entschieden, den Notdienst einzuschränken. Neben einem ärztlichen Notdienst soll es nur noch auf nachfolgenden Stationen einen Notdienst mit weniger Personal als im „Normaldienst“ geben.