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Warnstreik bei der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt/Oder mbH

Verkehr

Warnstreik bei der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt/Oder mbH

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die rund 140 Beschäftigten der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt/Oder mbH - SVF-FFO zu einem Warnstreik am Dienstag, dem 7. Februar 2017 in der Zeit ab Betriebsbeginn  - 03.30 Uhr - bis etwa 09.00 Uhr aufgerufen.

Anlass für diesen Warnstreik ist die laufende Tarifrunde für Brandenburger Nahverkehrsunternehmen. „Erst in der 3. Verhandlungsrunde am 23. Januar 2017 legten die Arbeitgeber ein Angebot vor, das nach Auffassung von ver.di vollkommen unzureichend ist“, sagt Marco Pavlik, ver.di-Verhandlungsführer. Da es bisher keine weitere Bewegung in dem Tarifkonflikt gegeben hat, erfolgt nun in Frankfurt/Oder der zweite Warnstreik, nachdem vor rund eineinhalb Wochen Beschäftigte in Brandenburg/Havel die Arbeit niedergelegt hatten.

Die Arbeitgeber wollen unter anderem den Einstiegslohn für Bus- und Straßenbahnfahrer um rd. 112 EUR monatlich erhöhen, weil sich für Bruttolöhne von ca. 1.900 Euro monatlich kaum noch qualifizierte Berufskraftfahrer für diesen Job im Land Brandenburg bewerben. Aber darüber hinaus bieten die Arbeitgeber nur Einmalzahlungen im Wert von rund 0,8 Prozent für die meisten weiteren Beschäftigten an. Auf der anderen Seite fordern die Arbeitgeber eine Anhebung der Arbeitszeit im berlinnahen Raum auf 40 Stunden und im ländlichen Raum auf 37 Stunden pro Woche. Die Mehrarbeit soll nach ihren Vorstellungen nicht ausgeglichen werden. Nur wenn ver.di zu Zugeständnissen bereit sei, würden die Arbeitgeber eine Entschädigung für geteilte Dienste von jetzt zwei Euro auf vier Euro zu gewähren. Geteilter Dienst heißt: Innerhalb einer z.B. 13-stündigen Dienstschicht fährt der Fahrer früh im Schülerverkehr 3 ½ Stunden und nach langer unbezahlter Pause von bis zu mehreren Stund  en nochmal bis 6 Stunden am Nachmittag.

In den 16 öffentlichen brandenburgischen Nahverkehrsunternehmen, die Mitglied im Arbeitgeberverband sind und für die zurzeit verhandelt wird, sind insgesamt 3.000 Beschäftigte tätig. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 16. Februar statt.