Nachrichten

ver.di warnt vor drohendem Personalmangel in Brandenburger Landesverwaltung …

Bund und Länder

ver.di warnt vor drohendem Personalmangel in Brandenburger Landesverwaltung

Nahezu ein Drittel der Beschäftigten in der Brandenburger Landesverwaltung befindet sich kurz vor der Rente. Knapp 40 Prozent sind älter als 50 Jahre. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, ist abzusehen, wann der endgültige Kollaps in der Landesverwaltung eintritt“, sagt Katja Boll, zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin. Jetzt sei es dringend erforderlich, die überholte Personalpolitik, die aus den frühen 90ern stammt, endlich über Bord zu schmeißen. In diesen Wochen führen die Leitungen der einzelnen Ressorts der Landesverwaltung Brandenburg mit dem Finanzministerium Verhandlungen zu den Stellenbedarfen. Jetzt bestünde die Chance, neue Impulse zu setzen und die Verwaltung zu modernisieren. Eine zukunftsgewandte Personalbedarfsplanung ist dazu die Voraussetzung. Daneben wird dringend junges, qualifiziertes Personal benötigt. Da es bereits in vielen Bereichen erhebliche Schwierigkeiten gibt, überhaupt noch geeigneten Nachwuchs zu finden, muss sich das Land auf die veränderten Bedingungen einstellen und mit guten und besseren Bedingungen um Personal werben.

„Die unsägliche Befristungskultur muss ein Ende haben. Die rot/rote Landesregierung mit ihrem Finanzminister Görke setzt leider weiterhin auf Personalabbau. Vorhandenes Fachwissen der lebensälteren Beschäftigten kann daher nur bedingt weitergegeben werden, da durch den stetigen Wechsel befristeter Beschäftigter keine Kontinuität gegeben ist“, so Katja Boll.

ver.di fordert daher das Land Brandenburg auf, Schluss mit dem systematischen Stellenabbau zu machen. Es ist erforderlich, jetzt mehr Ausbildungsplätze zu schaffen und ausschließlich unbefristete Arbeitsverträge anzubieten und bisherige Befristungen zu entfristen.