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Brandenburger Nahverkehr: ver.di erklärt Annahme des Tarifergebnisses

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Brandenburger Nahverkehr: ver.di erklärt Annahme des Tarifergebnisses

Fristgerecht hat ver.di am 17. März 2017 die Annahme des Tarifabschlusses vom 16. Februar 2017 gegenüber dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg erklärt. Die Entscheidung fiel in der Tarifkommission ohne Gegenstimmen bei nur drei Enthaltungen. „Für den Abschluss musste ver.di allerdings einige Kompromisse eingehen“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Marco Pavlik. ver.di hat für die so genannten Neubeschäftigten, also die, die ab 2002 eingestellt wurden, den Jahresurlaub deutlich erhöhen können. „Etwa die Hälfte der rd. 3.000 Beschäftigten bekommt in diesem Tarifvertrag statt 26 Tagen Urlaub nun 28 oder 30 Tage. Auch werden diese Neubeschäftigten bis zum 1. Oktober 2018 an das Lohnniveau der so genannten Altbeschäftigten herangeführt. Die Tabellenentgelte steigen für diese Beschäftigten bis zum 1.10.2018 um 3,9 Prozent,“ so Marco Pavlik. Damit ist ver.di dem Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Nahverkehr ein gutes Stück näher gekomme  n. Auch wird es ab 2018 nach vielen Jahren erstmals wieder ein kleines Urlaubsgeld geben.

„Wir haben auch verschiedene Verschlechterungen abwehren können, die die Arbeitgeber durchsetzen wollten. So wird es im berlinnahen Raum keine Arbeitszeiterhöhung von 39 auf 40 Wochenstunden geben und in den berlinferneren Regionen keine Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden, was einen Busfahrer im Schnitt bis zu 100 EUR monatlich gekostet hätte“, sagt Marco Pavlik.

Die Entgeltsteigerungen betragen in dem Zeitraum bis Ende 2018 in den meisten Fällen zwischen 3,77 und 4,97 Prozent und dazu kommt noch der Urlaub, dessen Wert bei etwa 1,5 Prozent im Durchschnitt liegt.